Ein Kleingarten macht Freude — aber er birgt auch Risiken: Ein Sturm beschädigt die Laube, ein Ast fällt auf das Auto des Nachbarn, oder Diebe stehlen Werkzeug. Welche Versicherungen sinnvoll oder sogar Pflicht sind, hängt von deinem Verein und deiner persönlichen Situation ab.
Was versichert der Verein bereits?
Die meisten Kleingartenvereine schließen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft beim regionalen Kleingärtnerverband eine Sammelversicherung ab. Diese ist üblicherweise im Jahresbeitrag enthalten. Was genau abgedeckt ist, steht in der Gartenordnung deines Vereins — frag dort gezielt nach.
- Vereinshaftpflicht: Deckt Schäden, die vom Vereinsgelände ausgehen (z. B. umgestürzter Baum auf öffentlichem Weg)
- Feuer-/Sturmversicherung für gemeinschaftliche Gebäude (Vereinsheim, Wege)
- Oft: Sammel-Haftpflichtversicherung für alle Mitglieder bei Schäden innerhalb der Anlage
Welche Versicherungen solltest du zusätzlich haben?
1. Private Haftpflichtversicherung
Eine private Haftpflichtversicherung ist für Kleingärtner besonders wichtig. Sie greift, wenn du als Pächter einem Dritten einen Schaden verursachst — zum Beispiel wenn ein nicht gesicherter Baum auf deiner Parzelle umfällt und ein Fahrzeug beschädigt. Viele private Haftpflichtpolicen schließen Kleingärten explizit ein; prüfe das bei deinem Anbieter.
2. Laubenversicherung (Gartenhaus-Versicherung)
Die Laubenversicherung — auch Kleingarten- oder Gartenhaus-Versicherung genannt — schützt deine Laube und deren Inhalt gegen Schäden durch Feuer, Sturm, Hagel, Einbruch und Vandalismus. Sie ist sinnvoll, wenn deine Laube einen erheblichen Wert hat oder gut ausgestattet ist. Anbieter wie der BVKG (über regionale Verbände) oder private Versicherer bieten spezialisierte Tarife an.
3. Glasversicherung / Spezialschutz
Für Gewächshäuser oder große Glasflächen in der Laube kann eine separate Glasversicherung sinnvoll sein, da normale Laubenversicherungen Glasbruch oft ausschließen.
Typische Schadensrisiken im Kleingarten
- Sturmschäden an Laube, Gewächshaus oder Bäumen
- Einbruch und Diebstahl (Werkzeug, Gartengeräte, Fahrrad)
- Vandalismus in der Nebensaison
- Wasserschäden durch defekte Rohre oder Starkregen
- Haftpflichtfälle: Ast fällt auf Nachbars Parzelle oder Auto
- Brandschäden (Grill, elektrische Geräte)
Wo findest du eine passende Versicherung?
- Über deinen Kleingartenverband (BVKG oder Landesverbände) — oft vergünstigte Gruppenkonditionen
- Spezialisierte Gartenversicherer: verschiedene Anbieter am Markt haben eigene Kleingarten-Tarife
- Deine bestehende Hausrat- oder Haftpflichtversicherung erweitern — frag deinen Versicherer gezielt
- Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox bieten Gartenversicherungen zum Vergleich an
Fazit: Das solltest du tun
- 1Gartenordnung lesen und beim Vorstand nachfragen, was der Verein bereits versichert
- 2Bestehende private Haftpflichtversicherung auf Kleingarten-Deckung prüfen
- 3Bei wertvoller Laube oder gutem Mobiliar eine separate Laubenversicherung abschließen
- 4Preise vergleichen — speziell über Kleingärtnerverbände gibt es oft günstige Tarife